Gegen das Vergessen
Das Kriegsende in der Gemeinde und Samtgemeinde Sögel!
Vor 60 Jahren ging der Zweite Weltkrieg zu Ende.
Die Geschichte dieser Zeit in die Erinnerung rufen,
um für Gegenwart und Zukunft daraus zu lernen,
ist Ziel einer Ausstellung im neuen Rathaus der Samtgemeinde Sögel.
Aus dem Archiv Heinz Schmees erwartet Sie eine umfangreiche Sammlung
zeitgeschichtlicher Bild- und Textdokumente, deren Inhalt sich sehr präzise
mit den örtlichen Geschehnissen befasst.
Zur Ausstellungseröffnung am
Freitag, 22, April 2005, um 17.00 Uhr im Ludmillenhof
möchten wir Sie sehr herzlich einladen.
Titel: „Gegen das Vergessen - Das Kriegsende in der Gemeinde und der Samtgemeinde Sögel".
Konzeption: Heinz Schmees und Hermann Wichmann.
Zeitraffer: Im April des Jahres 1945 nehmen kanadische Truppen Sögel, Borger und andere Orte auf dem Hümmling ein. Bei den Zerstörungen trifft es die Gemeinde Sögel am schlimmsten. Zunächst wird der südliche Teil des Ortes am 8. April 1945 bombardiert. Nach einem Feuergefecht mit einem Trupp deutscher Soldaten sprengen die Kanadier drei Tage später 72 Häuser und legen damit die Ortsmitte fast vollständig in Schutt und Asche. Im Mai 1945 mussten die Bewohner von Spahn die Ortschaft komplett räumen. In die Häuser zogen polnische Frauen und Männer ein, die als Zwangsarbeiter im Emsland verpflichtet worden waren. Die letzten Polen verließen Spahn im Frühjahr 1947.
Die Ausstellung läuft bis zum 24. Juni und ist während der Öffnungszeiten Montag - Mittwoch: 08.00 - 17.00 Uhr Donnerstag: 08.00 - 18.00 Uhr Freitag: 08.00 - 13.00 Uhr des SG-Rathauses im Ludmillenhof zu besichtigen.
Information: SG Sögel, Telefon 05952/2060. Zur Ausstellung ist auch eine kleine Broschüre erschienen. Herausgebracht hat eine Broschüre ebenfalls der Förderverein für heimatliche Kultur- und Brauchtumspflege unter dem Titel „Sögel, der Zweite Weltkrieg und seine Folgen" (Preis 2,50 Euro).